Platftormunabhängige Synchronisation mit Dropbox (Gastartikel)

Die „Cloud“ wird von Tag zu Tag prominenter. Auch Dropbox weiß dies und baut sein Angebot entsprechend aus. Passend zum Thema habe ich hier einen weiteren Gastartikel von Elia für dich.

Dropbox hat vor einigen Wochen auf der Developer Conference zwei neue APIs vorgestellt, die Nutzern eine iCloud-ähnliche Erfahrung ermöglichen sollen – allerdings ohne die Apple-Bindung. Das Ziel ist, Apps unabhängig vom Betriebssystem auf allen Geräten nutzen zu können: Beispielsweise könnten Nutzer eine Runde Angry Birds zu Hause auf dem iPad beginnen und unterwegs auf dem Smartphone weiterspielen, egal ob Apple oder nicht. Wenn sich Nutzer nun also Smartphones im Vergleich ansehen, müssen sie sich nicht mehr überlegen wie sie ihre Dateien vom iPhone auf das Windows Tablet oder vom iPad auf ihr Samsung oder BlackBerry kriegen sollen.

Dropbox CEO Drew Houston hat hinzugefügt, dass diese Innovation App-Herstellern eine große Last abnehmen wird: Sie müssen sich keine Sorgen mehr darüber machen, wo Dateien gespeichert werden und wie sie auf andere Geräte übertragen werden können – stattdessen können sich die Entwickler einfach darauf konzentrieren, gute Apps zu bauen

Die APIs Datastore und Drop-ins sollen den Cloud-Server in eine neue Art von Plattform umwandeln, beinahe wie eine Geister-Festplatte – “spiritual successor of the hard drive”, wie das Unternehmen es selbst beschreibt. Natürlich gibt es schon lange die Möglichkeit, als Nutzer Apps auf Dropbox aufzubewahren, doch nun sollen Hersteller die Dateien direkt auf dem Server speichern können, sodass sich User an einer Synchronisation über multiple Plattformen erfreuen können. Laut Dropbox ist das die beste Art, um die strukturierten oder Metadaten einer App (Einstellungen, Speicherstand etc.) auf allen Geräten in Synchronisaton zu haben.

Laut Dropbox-Ingenieurin Sangvi hat sich unser gesamter Blickwinkel auf unsere Daten um 360 Grad gedreht. Keiner redet mehr von den Ordnern und Dateien, die auf dem eigenen Desktop gespeichert sind, sondern nur noch von der Musik, den Videos und Bildern, den Spielen, den Dokumenten und so weiter. Trotzdem sind wir es gewohnt, mit dem altbekannten Ordnungssystem zu arbeiten – aus diesem Grund erlauben die Drop-ins es Herstellern, Buttons zum Öffnen und Speichern in ihre Apps zu integrieren. So können Nutzer ihre Dropbox-Ordner auf die gleiche Art und Weise nutzen, wie sie es von ihrem Desktop gewohnt sind. Kauft man beispielsweise ein Audiobook und klickt den Save Button auf der Website, wird das Audiobook automatisch auf Smartphone und Tablet gespeichert. Houston beschreibt das als eine Art Save Button für die post-PC Ära.

Das Unternehmen ist in den letzten Jahren extrem schnell angewachsen – täglich werden über 1 Milliarde Dateien auf Dropbox-Servern abgespeichert. Inzwischen nutzen über 175 Millionen Menschen die Cloud-Anwendung, was einen Anstieg von 75 Millionen in nur sechs Monaten anzeigt. Momentan gibt es über 100 000 Apps, die für eine Dropbox-Integration erlauben – wir können davon ausgehen, dass diese Zahlen mit den neuen APIs wohl weiter steigen werden.

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